Nummuläres Ekzem

Nummuläres Ekzem

Das nummuläre Ekzem, auch mikrobielles Ekzem genannt, ist eine Hauterkrankung, die häufig chronisch-rezidivierend verläuft und vor allem Männer ab dem 50. Lebensjahr betrifft. Charakteristisch für die Erkrankung sind scharf begrenzte, münzförmige Ekzemherde.

Inhalt auf einen Blick:

  • Epidemiologie und Klassifikation
  • Pathogenese
  • Klinik und Diagnostik
  • Therapie
  • Quellen

 

EPIDEMIOLOGIE UND KLASSIFIKATION

Das nummuläre Ekzem ist ein häufig auftretendes Krankheitsbild, das vor allem Männer ab dem 50. Lebensjahr betrifft.


PATHOGENESE

Derzeit werden verschiedene potenzielle Ursachen der Erkrankung diskutiert. Auslöser könnten Kontaktallergien, atopische Ekzeme oder eine venöse Insuffizienz sein. Zudem spielt womöglich eine chronische mikrobielle Besiedlung der Haut (v. a. durch Staph. aureus) bei Vorliegen eines Ungleichgewichts der Hautflora eine entscheidende Rolle.


KLINIK UND DIAGNOSTIK

Anfangs ist ein nummuläres Ekzem an münzförmigen, häufig juckenden Erythemen an den Unterschenkeln zu erkennen. Später zählen zudem Papulovesikel und gelbliche Krusten zu den typischen Merkmalen dieses Ekzems. Neben den Unterschenkeln können auch die oberen Extremitäten und der obere Rücken betroffen sein.

Diagnose

Entscheidend für die Diagnose ist das klinische Bild des Patienten. Differentialdiagnostisch sollten ein Kontaktekzem und eine atopische Diathese berücksichtigt werden. Sind gelbe Krusten sichtbar, wird das Ausschließen einer bakteriellen Infektion (Impetigo) empfohlen. Sind vor allem die unteren Extremitäten beteiligt, sollte auf das Vorliegen einer venösen Insuffizienz untersucht werden. 

 

THERAPIE 

Mittel der Wahl beim nummulären Ekzem sind topische Glukokortikoide und häufig Antiseptika. Bei einer schwereren Form der Erkrankung können orale Antibiotika eingesetzt werden. Treten Resistenzen auf, kann auch eine UV-Behandlung in Betracht gezogen werden. Alkohol- und Nikotinabusus sind eine mögliche Ursache für eine Verschlechterung der Erkrankung bzw. für die Entwicklung einer Therapieresistenz.


Quellen

  1. Sterry W; Kurzlehrbuch Dermatologie. Thieme, 2. Auflage. 2018.
  2. Bircher AJ, Navarini A, Simon D et al.; Swiss Medical Forum. 2017; 17(25):538543.