Dyshidrotisches Ekzem

Das dyshidrotische Ekzem ist eine stark juckende Hauterkrankung, welche sich vor allem an den Fingerseiten sowie an den Handflächen und Fußsohlen manifestiert. Die Bezeichnung dieser Ekzemform ist jedoch irreführend: Patienten mit einem dyshidrotischen Ekzem weisen keine Dyshidrose (Fehlfunktion der Schweißdrüsen) auf, sondern leiden häufig an einer Hyperhidrose.

 

Inhalt auf einen Blick:

  • Pathogenese
  • Klinik und Diagnostik
  • Therapie
  • Quellen 

 

PATHOGENESE

Ätiologisch kommen neben der idiopathischen Form auch eine Atopie, ein allergisches Kontaktekzem oder eine Mykose als Ursache der Ausbildung eines dyshidrotischen Ekzems in Frage. Häufig jedoch kann kein Rückschluss auf die potenzielle Ursache gezogen werden.

 

KLINIK UND DIAGNOSTIK

Das dyshidrotische Ekzem ist eine klinische Sonderform des Kontaktekzems und ist gekennzeichnet durch massiv juckende Vesikel an Handflächen und Fußsohlen. Am häufigsten sind Hautveränderungen am seitlichen Fingerbereich nachzuweisen. Die Entzündung zeigt sich durch intraepidermale Bläschen oder Blasen. Patienten leiden häufig unter sehr starkem Juckreiz.



THERAPIE

Die Behandlung liegt in der Therapie der Grunderkrankung. Ist keine Infektion nachzuweisen, wird mit mittel- bis hochpotenten Glukokortikoiden, Gerbstoffen und lokaler UV-Therapie behandelt.


Quellen

  1. Sterry W; Kurzlehrbuch Dermatologie. Thieme, 2. Auflage. 2018.
  2. Bircher AJ, Navarini A, Simon D et al.; Swiss Medical Forum. 2017; 17(25):538543.