Moderne Therapien chronischer Hauterkrankungen

Die Highlights der Fachtagung Dermatologische Praxis 2018 

Wir zeigen Ihnen die Highlights der 16. Tagung "Dermatologische Praxis", die vom 9. bis 11. März im CongressForum Frankenthal stattfand. Unter dem Themenschwerpunkt „Moderne Therapien chronischer Hautkrankheiten“ unterstützte LEO Pharma 3 spannende Symposien: 

Aktinische Keratose-Symposium
"Effektive Feldtherapie der Aktinischen Keratose"
Dr. med. Roland Aschoff (Universitätsklinikum Dresden)

 

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Psoriasis-Symposium
"Mit LEO von topischer bis zur systemischen Psoriasis-Therapie in der Praxis"
Dr. med. Ralph von Kiedrowski (Selters)
PD Dr. med. Sascha Gerdes (Universitätshautklinik Kiel)

 

Erste Praxis-Erfahrungen mit Kyntheum® und der IL-17 Rezeptor Blockade

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Exklusive Praxis-Tipps zur topischen Therapie der Psoriasis

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Neurodermitis-Symposium
"Atopisches Ekzem: Moderne Therapie anhand von Fallbeispielen"
Prof. Dr. Dr.Andreas Wollenberg (Klinikum der Universität München)

 

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Effektive Feldtherapie der Aktinischen Keratose

Unter dem Titel „Effektive Feldtherapie der Aktinischen Keratose“ präsentierte Dr. med. Roland Aschoff, stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Dermatologie und Leiter der Poliklinik für Dermatologie des Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden, neue Daten über Wirksamkeitsvergleiche topischer Therapien, Dabei betonte er, dass nach Leitlinie die Aktinische Keratose eine behandlungsbedürftige Erkrankung ist.

Da auf 1 klinische Aktinische Keratose (AK) 10 subklinische AKs kommen, sollten vor allem effektive Feldtherapien zum Einsatz kommen. Picato® ist eine solche Behandlungsoption, die bei über 3.200 Patienten in einem großen Studienprogramm auf Wirksamkeit und Sicherheit genau untersucht wurde.

Besonders ging Herr Aschoff auf die im Februar 2018 im British Journal of Dermatology publizierte Studie „Phase IV head-to-head randomized controlled trial comparing ingenol mebutate 0·015% gel with diclofenac sodium 3% gel for the treatment of actinic keratosis on the face or scalp“1 ein. Mit Picato® 0,015% Gel* erreichten die Patienten in einem sekundären Endpunkt dieser H2H-Studie in Woche 17 mit 45,1 % signifikant häufiger eine komplette Abheilung der AK-Läsionen (AKCLEAR 100) als unter Diclofenac-Natrium mit 23,5 % (p<0,001). Als die häufigste Nebenwirkung zeigte sich ein Erythem an der Applikationsstelle mit Picato® bei 19 % der Patienten und mit Diclofenac-Natrium bei 12 % der Patienten.

Die Dauer der behandlungsbedingten Reaktionen der Haut war bei Picato® allerdings kürzer. Die TSQM-Scores (Patientenbewertung) für globale Zufriedenheit (p <0,001) und Effektivität (p = 0,002) waren bei Picato® signifikant höher im Vergleich zu Diclofenac-Natrium.

 

 

 

In zwei kleinen weiteren Head-to-Head Studien zwischen Picato® und daylight PDT wurde eine vergleichbare Wirksamkeit beider Produkte gezeigt.2,3 In einer dieser Studien wurde darüber hinaus festgestellt, dass die Rate an Rezidiven 6 Monate nach Therapieende in der Behandlungsgruppe mit Picato® niedriger war, als in der Behandlungsgruppe mit daylight PDT.2

 Am Ende fasste Herr Dr. Aschoff als Ergebnis dieser Studien zusammen, dass eine Therapie mit Picato® aufgrund seiner hohen Wirksamkeit und Therapiekürze den Behandlungserfolg und die Zufriedenheit der Patienten mit Aktinischen Keratosen steigern kann.

Erfahren Sie mehr zur Head-2-Head-Studie

 

Quellen: 1 P E. Stockfleth et.al. BJD Volume 178, Issue 2, February 2018, Pages: 433–442; 2Genovese et al., Dermatologic Therapy 2016, Vol. 29, 191–196. 3Moggio et al., Photodiagnosis and

Photodynamic Therapy 2016; Vol.16, 161-165.

*mit 1-2 Behandlungszyklen

Erste Praxis-Erfahrungen mit Kyntheum® und der IL-17 Rezeptor Blockade

Erste Praxis-Erfahrungen mit Kyntheum® und der IL-17 Rezeptor Blockade

Der vollhumane, rekombinante monoklonale Antikörper Kyntheum® (Brodalumab) ist seit Anfang September 2017 auf dem deutschen Markt für die Therapie der mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis zugelassen. Dr. Ralph von Kiedrowski (Dermatologische Spezialpraxis Selters) schildert seine Erfahrungen mit Kyntheum® und erläutert, welche Vorteile der einzigartige Wirkmechanismus, die IL-17 Rezeptor Blockade, in der Praxis mit sich bringen kann.

Für die Behandlung der mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Bei der Therapieentscheidung spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel die Schwere der Erkrankung (PASI), die Lebensqualität, Komorbiditäten oder auch das soziales Umfeld des Patienten. Eine Therapieoption mit einzigartigem Wirkmechanismus ist Kyntheum® (Brodalumab), das zu einer IL-17 Rezeptor Blockade führt und damit die Aktivität der entzündungsfördernden Botenstoffe IL-17A, IL-17A/F, IL-17F, IL-17C und IL-17E verhindert. Nicht zuletzt können Patienten mit einer mittel- bis großflächigen Hautbeteiligung von Kyntheum® profitieren.

Der Dermatologe Dr. von Kiedrowski bemerkt in der Praxis vor allem den schnellen Wirkeintritt: Bei vielen Patienten sei bereits zum Zeitpunkt der zweiten Spritze eine deutliche Verbesserung zu beobachten. Dieser Aspekt spielt vor allem für Patienten mit einer seit langem bestehenden Erkrankung eine sehr wichtige Rolle. Insgesamt ist Kyntheum® eine sehr gute und einfach anzuwendende Therapie, so der Dermatologe aus Selters, zumal es über ein gutes Sicherheitsprofil verfügt.

 

Bei keiner anderen Erkrankung gibt es mittlerweile so viele systemische Therapieoptionen wie bei Psoriasis (13). Wonach entscheidet man sich im Praxisalltag?

 

Was ist bei der Einstellung auf Kyntheum®, dem Wirkstoff zur IL-17 Rezeptor Blockade, zu beachten? Welche Patienten kommen in Frage?


 

Kyntheum® ist nun gute 6 Monate auf dem Markt. Wie sehen die ersten Erfahrungen mit Kyntheum® aus?


 

Lesen Sie mehr über den innovativen Wirkmechanismus

 

Exklusive Praxis-Tipps zu Psoriasis von der 16. Tagung "Dermatologische Praxis"

Dr. Ralph von Kiedrowski verdeutlicht, dass bei der Psoriasis-Behandlung fixe topische Kombinationstherapien aus Calcipotriol und Betamethason den „Goldstandard“ darstellen. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Sprühschaum Enstilar®, wie PD Dr. Sascha Gerdes (Kiel) erläutert: So zeige eine nichtinterventionelle Studie zu Enstilar® eine hohe Ärzte- und Patientenzufriedenheit. Ein wesentlicher Grund dafür: Bei nahezu 50 % der Patienten heile die Psoriasis binnen 4 Wochen (fast) vollständig ab.1

Durch die galenische Weiterentwicklung der Wirkstoffkombination aus Calcipotriol (als Monohydrat) und Betamethason (als Dipropionat) in Form eines besonders leicht aufzutragenden Sprühschaumes konnte die Hautpenetration beider Wirkstoffe erhöht und damit die Behandlungsergebnisse deutlich verbessert werden. Im Vergleich zu anderen Galeniken dieser Fixkombination weist der Sprühschaum eine überlegene Wirksamkeit bei gleicher Verträglichkeit auf.2

  

Enstilar® wird sowohl in der Initial- als auch der Erhaltungstherapie angewendet werden und hat im Vergleich zu Monotherapien den Vorteil, dass es auch die Hyperproliferation positiv beeinflussen kann. Aus diesem Grund rät der Experte bei der topischen Psoriasis zum Einsatz einer Kombinationstherapie wie Enstilar®.

 

Die Diskussion "Mono-oder Kombinationstherapie?" ist immer noch offen. Welche Argumente sprechen für die Kombinationstherapie?

 

Erhalten Sie weitere wertvolle Praxis-Tipps von Dr. Ralph von Kiedrowski für ein "erfolgreiches Krankheitsmanagement"

 

Quellen:

1 Gerdes S et al. Dermatology 2018. Published online: March 2, 2018. DOI: 10.1159/000486700 

2 Koo et al. J Dermatolog Treat 2016 Mar;27(2):120-7 (Grafik modifiziert);

* Therapieerfolg ist definiert als vollständig bis nahezu vollständig abgeheilte Läsionen und eine Verbesserung um mind. 2 Punkte

Atopisches Ekzem: Moderne Therapie anhand von Fallbeispielen

Prof. Dr. Dr. Andreas Wollenberg stellte in seinem Symposium anhand von interessanten Fallbeispielen das gesamte Behandlungsspektrum des Atopischen Ekzems vor. Hierbei diskutierte er mit 85 interessierten Dermatologen den sinnvollen Einsatz moderner Therapieoptionen.

Einen hohen Stellenwert im Rahmen der modernen Behandlung des Atopischen Ekzems hat Protopic® im Rahmen der proaktiven Therapie. Bei Patienten mit moderat bis schwerem Atopischen Ekzem mit 4 und mehr Schüben pro Jahr sollte während der Proaktiven Therapie (zwischen den Schüben) Protopic® 2x wöchentlich auf die vormals betroffenen Hautareale dünn aufgetragen werden. Die schubfreie Zeit kann dadurch im Vergleich zur rein reaktiven Therapie signifikant verlängert werden, bei Erwachsenen ebenso wie bei Kindern.

Vor der proaktiven Therapie müssen die Patienten im Vorfeld auf die 2x tägliche Applikation während eines Schubs angesprochen haben. Im akuten Schub sollten in den ersten Tagen topische Corticosteroide angewendet werden, um die akute Entzündung rasch zu therapieren. Anschließend erfolgt die Umstellung auf Protopic® 2x täglich bis die Ekzeme fast oder vollständig abgeheilt sind. Im Anschluss an die Akuttherapie kann Protopic® über mehrere Monate zur proaktiven Therapie (2x/Woche, jeweils 1x täglich) an zuvor erkrankten Arealen angewendet werden. Nur Protopic® ist für die proaktive Therapie des Atopischen Ekzems zugelassen.

Durch die proaktive Therapie mit Protopic® lässt sich die Zeit bis zum nächsten Schub signifikant verlängern und die Anzahl an Schüben innerhalb eines Jahres signifikant reduzieren. Somit stellt die proaktive Therapie mit Protopic® eine effektive Möglichkeit der langfristigen Kontrolle des Atopischen Ekzems dar und kann eine ansonsten notwendige Systemtherapie ersetzen.

 

 

Erfahren Sie mehr über die Proaktive Therapie